Wolfgang Marcus
Veröffentlichter Aufsatz
Über die Geschichte und Bedeutung der Familie Löper habe ich bereits 1997 einen umfangreichen Aufsatz in den Lippstädter Heimatblättern veröffentlicht.[1]
Weitere Unterlagen im Bestand von Maria Peters
Im Nachlass von Maria Peters fand ich jetzt noch einige weitere Unterlagen, die im Folgenden kurz vorgestellt werden.
Briefverkehr zwischen Rudolf Löper und Maria Peters usw.
Fotos und Presseberichte vom Besuch von Rudolf Loeper in Bad Westernkotten 1997

Das ehemalige Haus der Familie Löper, Aufnahme von ca. 1960

Rudolf Löper mit Mitgliedern des Heimatvereins

Pressebericht (ohne Foto) im „Patriot vom 10.7.1997

Presseberich im Kurjournal

Rudolf Loeper im Gespräch

Bundesverdienstkreuz für Rudolf Löper vom 13.12.1984

Constanze und Wilhelm Löper, wohl zwei Enkelkinder von Rudolf Löper, im Herbst 1998

Urlaubsbild von Rudolf Löper und seiner Frau Ingrid aus dem Jahr 1998 an der Westküste Schwedens

Trauerkarte von Rudolf Loeper, der am 17.5.2002 verstarb

Foto aus dem Jahr 1926. Den Text dazu hat wohl Rudolf Loeper geschrieben. Er lautet etwa: Der Triangel förmige Giebel stammt aus einer wesentlich älteren Zeit als das Haus, welches mein Vater um- und anbauen ließ. Auch den steinernen, mit einer Strecke (?) versehenen Balkon, vor dem Schlafzimmer meiner Eltern. Das Rittergut Mettkeim gehörte einem Mitglied des Deutschen Ritterordens, der bis 1401 Ostpreußen beherrschte.
Ich selbst im dunklen Matrosenanzug rechts, über mir meine Mutter; neben mir unsere Hauslehrerin Fräulein von Friesleben; ganz oben auf dem Giebel eine Kultfigur des Ritterordens, darunter eine Tafel mit Text „Segen ist der Mühe Preis“; links und rechts davor ein auf einem Holzstamm ritzender Mann und eine knieende Frau. Hauswappen und Symbole. Die Nachbarfamilie links.
Brief von Rudolf Löper sen. aus Mettkeim[2] in Ostpreußen vom 7.3.1921 an den damaligen Pfarrer von Westernkotten


Mettkeim Post Nautzken, 7. März 1922
Sehr geehrter Herr Pastor!
Wir wohnen jetzt schon einige Wochen hier und haben uns ganz gut gewöhnt. Hoffentlich geht es Ihnen und den Ihren noch recht gut. Mit meinem Hause bin ich schon zufrieden,
besonders da die Zuckerfabrik wieder in diesem Herbst in Betrieb kommt, sodass ich meinen Leuten, von denen ich augenblicklich zu viele habe, voller
ausnutzen kann zu einer Zeit, in der so wenige genügend vorhanden ist. Die Gegend selbst ist ganz flach und landschaftlich ohne Bedeutung. Dörfer mit kleineren Landwirten sind wenig vorhanden, fast nur größere Besitzer mit eigenen Häusern für die Arbeiter, die aber durchschnittlich gut sind, was ich eigentlich nicht erwartet hatte. Die Löhne der Arbeiter einschließlich Deputat sind ziemlich hoch. Wie mag es nur in der Zukunft gehen, heute wird ja in London die Entscheidung fallen, oder auch nicht. Ich glaube wir müssen uns hier oben noch gelegentlich einen König wählen, um von hier aus langsam den Wiederaufbau zu beginnen, aber wer kann heute die Zukunft auch nur einigermaßen beurteilen.
Wie ist es mit dem Schwesternhause, bekommen zum? Schwestern; das Geld für die Schränke können Sie mir gelegentlich auf mein Konto, Deutsche Bank, Filiale Königsberg, einzahlen.
Nun, haben Sie wohl, lieber Herr Pastor! Grüßen Sie bitte die Ihrigen und sein Sie selbst herzlich gegrüßt. Rud. Loeper
Gemäldebild von Gregor Bürger-Westerfeld
Von Gregor Bürger-Westerfeld, dem der Hof Westerfeld, ehemals Löper, heute gehört, habe ich am 04.09.2026 einige Fotos eines Gemäldes bekommen, dass in seiner Wohnung hängt. Es wurde von einem W. Wien wohl im Jahre 1948 angefertigt. Es zeigt den westlich vorgelagerten Garten des Hauses mit Mauer und schmiedeeisernem Geländer. Links die heutige Straße „Wolfsangel“, ganz links die frühere Knabenschule.



[1] https://www.wolfgangmarcus.de/einzelne-aufsaetze/aufsaetze-1997-1999/loeper-erbsaelzerfamilie/
[2] Geschichte: Das bis 1946 Mettkeim genannte Dorf geht in seiner Gründung auf die Zeit vor 1370 (vielleicht sogar 1277) zurück. Zwischen 1874 und 1945 war Mettkeim Verwaltungssitz namensgebender Ort für den neu errichteten Amtsbezirk Mettkeim, der zum Landkreis Labiau im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. Als Kriegsfolge kam Mettkeim im Jahre 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Im Jahr 1947 erhielt der Ort die russische Bezeichnung Nowgorodskoje und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Dobrinski selski Sowet im Rajon Gurjewsk zugeordnet. Von 2008 bis 2013 gehörte Nowgorodskoje zur Landgemeinde Dobrinskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Gurjewsk.