Aus: Der Patriot vom 19.3.1988

Attraktivere Gestaltung angestrebt / Neuer Parkraum am Kurhaus
Bad Westernkotten. „Der Ortskern von Bad Westernkotten wird in Zukunft sein Gesicht positiv verändern und auch an Attraktivität gewinnen!“ hob Ortsvorsteher Alfred Beste (CDU) jetzt im Gespräch mit dem PATRIOT hervor. Er erläuterte die verschiedenen Projekte, die zur Realisierung anstehen und berichtete zufrieden, dass man nun, nach langen Diskussionen und Überlegungen, das Problem des ruhenden Verkehrs in den Griff bekommen habe. Konkretes Beispiel: In den nächsten Tagen soll mit der Erweiterung des Kurhaus-Parkplatzes an der Salzstraße begonnen werden.
Der Streit um den ruhenden Verkehr währte nun vier Jahre. So gab’s bekanntlich im Februar ’84 sehr viel Wirbel um einen Parkplatz, den die Kurverwaltung an der Griesestraße schaffen wollte. Zugelassen und letztlich nur maximal vier Stellplätze. Ein weiterer Problempunkt: der geplante Parkplatz am Westerntor müsste dringend verwirklicht werden, scheitert bisher aber am Grunderwerb. Die Planungen und Baugenehmigungen sind dafür unter Dach und Fach.
Geklärt ist nun, wie für die Kurhaus-Gäste zusätzlicher Parkraum zur Verfügung gestellt werden kann, berichtete Ortsvorsteher Beste: Der Kurhaus-Platz an der Salzstraße wird jetzt um 358 Quadratmeter erweitert.
Die entsprechende Fläche wurde jetzt von der Solbad Bad Westernkotten GmbH gekauft. Erhalten bleiben sollen, so der Ortsvorsteher, die Stellplätze am Königssood. Diese sind besonders auch für die angrenzenden Geschäfte vonnöten.
Deutliche Veränderungen wird es in absehbarer Zeit in der Salzstraße geben — wir berichteten: Dort befindliche landwirtschaftliche Betriebe wurden ausgesiedelt bzw. stellten ihre Arbeit ein. Im Spätsommer wird der Betrieb Rieke aus Altersgründen aufgegeben. Das Stallgebäude an der Südseite der Salzstraße wird dann im September dieses Jahres in Zusammenarbeit vom Förderverein Kur und Verkehrsverein abgebrochen. Die entstehende Freifläche bleibt in Privatbesitz, sie soll zur Salzstraße hin etwas eingegrünt werden.
Das unbebaute Eckgrundstück zur Nordstraße soll nun schon bald mit einem Wohnhaus bebaut werden. Für die Übergangszeit, so Alfred Beste, wird es ordentlich hergerichtet. Der spätere Neubau soll übrigens näher an der Nordstraße platziert werden.
Auf der früheren Hofstelle Hoppe-Nucke mit dem dazu erworbenen Eckgrundstück zur Stadtgasse entsteht demnächst eine Kur-Pension. Die Planungen für den Neubau laufen bereits.
Die Stadtgasse erhält einen neuen Pflaster-Belag, dann, wenn dort die Verkabelungsarbeiten gelaufen sind. Das Anliegergespräch dazu hat bereits im Dezember stattgefunden.
Zum Königssood berichtete der Ortsvorsteher, dass hier die Stellplätze erhalten bleiben sollen, aber der Brunnen ein neues attraktives Aussehen erhalten muss. Die beschädigte Plexiglasabdeckung der Wasserstelle ist schon vor Jahren von der Stadt aus Kostengründen durch eine hölzerne Verschalung ersetzt worden.
Im Mai ’87 blickte der Christdemokrat zurück, war im Bauausschuss angeregt worden, auf dem Brunnen ein schmuckes Dach anzubringen. Da wegen anderer dringender Aufgaben der städtische Bauhof diese Maßnahme nicht ausführen konnte bzw. kann, wollen nun Kur und Verkehrsverein sowie der Förderverein die Neugestaltung des Brunnens im Sommer vornehmen.
Auch der Kirchplatz bietet im Moment einen wenig attraktiven Eindruck. Dies soll sich ebenfalls ändern, machte Ortsvorsteher Beste mit Blick auf das Terrain im Schatten von St. Johannes deutlich.
Ziel wird es sein, eine ruhigere Platzanlage anzulegen. Dominant sollen nach Abschluss der Baumaßnahme Pflasterfläche, Grünzonen, der Örtlichkeit angepasste Leuchten sein. Als Sitzmöglichkeit sollen dort Bänke aufgestellt werden.
Eine räumliche Abgrenzung ist durch vorhandene Bebauung und durch Grundstückseinfriedigungen gegeben. Einer speziellen Gestaltung wird auch der Eingangsbereich zum Kirchplatz unterzogen: und zwar in der Art, dass eine Verlängerung entlang der Nordwand des Paul-Gerhardt-Hauses erfolgt; somit auch in Höhe der Garage des Pfarrhauses. Zur Wolfangel hin, sind neue Stellplätze für Autos geplant.
Der Ausbau-Entwurf für den Platz wurde im vergangenen Jahr bereits mit den beiden Kirchengemeinden erörtert und abgestimmt, resümierte Alfred Beste. Die nötigen Pflasterarbeiten werden nach Abschluss der Verkabelungsarbeiten der Post ausgeführt. Letzter Schritt, bevor die Baumaschinen anrollen: die Planung wird im Planungs- und Gestaltungsausschuss der Stadt Erwitte und dann den Anliegern vorgestellt, die dann noch ihre Meinung äußern und Anregungen geben können