Auszug aus einem Artikel im „Patriot“ vom 23.06.1950
Die Frage des Beitritts der Stadt in die Solbad-GmbH Westernkotten stand in der Sitzung erneut zur Beratung. Auf die Anfragen einiger Gemeinderäte antwortete Kurdirektor Klinkhammer, dass das erste Drittel der Kaufsumme von 140 000 DM bereits gezahlt worden sei, das zweite Drittel mit dem 30. Juni fällig werde. Die Aufbringung der Mittel seien zu den festgesetzten Zahlungsterminen gesichert. In den ersten anderthalb Monaten der Inbetriebnahme des Bades haben sich alle Annahmen verwirklicht. Im Mai 1950 wurden 844 Bäder und bereits bis zum 19. Juni 2150 Bäder verabfolgt. Im täglichen Durchschnitt würden etwa 120 bis 150 Bäder gegeben und für die Zukunft noch eine Steigerung erwartet. Das Mütterheim sei zurzeit mit 45 Müttern belegt. Für jeden Fall seien die veranschlagten Jahreseinnahmen von 46 000 DM gesichert und dürften vielleicht auch überschritten werden. Man wolle, da das Solbad Westernkotten gemeinnützig ein soziales Bad sein soll, keine großen Gewinne erzielen. Bis jetzt deckten sich Einnahmen und Ausgaben. Das Solbad Westernkotten, hob Kurdirektor Klinkhammer besonders hervor, sei badtechnisch eines der besten Einrichtungen in der weiten Umgebung. Bei der anschließenden Abstimmung wurde der Beitritt in die Solbad-GmbH Westernkotten gegen vier Stimmen bei einer Enthaltung beschlossen.