1996: Mues, Willi: Für das gesamte Amt Erwitte großes bewirkt – Vor 75 Jahren übernahm der Kreisamtsdirektor Heinrich Maurer die Leitung des Amtes und der Gemeinde Erwitte.

Erstabdruck: Heimatblätter 1996, S.153-160


Die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg waren für das damalige „Nachkriegs-Erwitte‘“ wie auch für die zum Amt Erwitte gehörenden Gemeinden keine leichten Jahre. Die Schwierigkeiten infolge des verlorenen Weltkrieges wirkten sich bis in jede Familie hinein aus, nicht zuletzt durch vielfache Erwerbslosigkeit und die bald einsetzende inflationäre Entwicklung.
In dieser schwierigen Zeit gelangte ein Mann an die Spitze der Verwaltung in Erwitte, der mit seiner Tatkraft, seinem wirtschaftlichen Weitblick und seiner Entschlussfreudigkeit 25 Jahre zum Wohle der Gemeinde, des Amtes und später der Stadt Erwitte wirken sollte.
Durch Erlasse vom 16. November 1920 und 15. Januar 1921 übertrug der damalige Oberpräsident der preußischen Provinz Westfalen die Verwaltung des Amtes Erwitte dem Kreisamtsdirektor Heinrich Maurer in Altena/Westfalen. – Heinrich Maurer war am 21.April 1885 in Hallenberg im Kreise Brilon geboren. Im Verlauf seiner beruflichen Ausbildung weilte er bereits vor dem Ersten Weltkrieg einige Jahre in Erwitte und war hier unter Amtmann Dr. Hechelmann in der Verwaltung tätig. Nach einem Studium an der Kommunalakademie in Düsseldorf und der Hochschule für kommunale und soziale Verwaltung in Köln wurde ihm am 1. Oktober 1914 die 1. Beamtenstelle bei der Kreisverwaltung in Altena übertragen. Während dieser sechsjährigen Tätigkeit konnte er unter der Leitung des damals weit über Altena hinaus bekannten Landrats, Geheimrat Dr. Thomee, neue kommunalpolitische Erfahrungen sammeln. Nebenberuflich Schriftführer und Schatzmeister des Märkischen Burgvereins und des Vereins für Orts- und Heimatkunde, kam er auch mit der Heimat- und Kunstgeschichte in enge Berührung. Erfahrungen, die er später bei seiner Tätigkeit in Erwitte voll und ganz umsetzen konnte. Im Jahre 1916 heiratete er Toni Marx, Tochter des Sanitätsrates Dr. Marx aus Erwitte.


Eine der ersten Amtshandlungen des neuen Bürgermeisters war, die vom Staate geforderte Wiederaufforstung der Erwitter Tannenmark am Rande des Pöppelsche-Tales zu forcieren und durchführen zu lassen. Die alte Fläche war im Verlaufe des Krieges abgeholzt worden. Ein zweites anstehendes Projekt war die Erbauung einer neuen Schützenhalle, da die Halle aus dem Jahre 1895, erbaut vom Erwitter Männerschützenverein, durch Übertragung an die Gemeinde und anschließenden Verkauf auch nicht mehr zur Verfügung stand. In einer Bürgerversammlung am 23. Oktober 1921 konnte der neue Amtmann für das Projekt eines Hallenneubaus die rund 250 Erschienenen begeistern und einen Verein „Tummelplatz‘“ gründen, in den man durch die Zeichnung von Anteilen eintreten konnte. Eine 28 Personen umfassende Kommission, in der alle Stände und Vereine vertreten waren, sorgte für eine ordnungsgemäße Durchführung des Großprojektes.
Bereits im September 1922 konnte die neue Halle wie auch der davor befindliche 6 Morgen große Sport- und Spielplatz mit einem großen Bazar und vielerlei anderen Attraktionen eingeweiht werden. Rund 300 Frauen und Männer aus Erwitte und anderen umliegenden Gemeinden wirkten freiwillig dabei mit.
Eine große Überraschung war dann auch die Endabrechnung der Baukosten. Aus den veranschlagten 200 000 Papiermark waren durch die inflationäre Entwicklung 1363 356.52 Papiermark geworden. Die Einnahmen aus dem Grundstock der Gemeinde, aus Anteilen, Spenden und anderen Zuwendungen sowie der Erlös aus dem Bazar machten insgesamt zusammen 1 717 102,95 Mark, so dass ein Überschuss von 353 746,44 Mark erzielt wurde, der aber infolge der Inflation nicht viel wert war.


Auf Betreiben der Gemeindeverwaltung hatte die Reichspostverwaltung in Erwitte am Hellweg ein geeignetes Postgebäude errichtet. Die Gemeinde hatte hierzu das für 60 000 Papiermark vom Hotelbesitzer Anton Büker erworbene Grundstück zur Verfügung gestellt. Damit verschwand gleichzeitig auch ein Rest des alten Königteiches.
Für den Neubau eines Sparkassengebäudes an der Lippstädter Straße auf einem vom Zigarrenfabrikanten August Kröger in Soest erworbenen Gelände, setzte sich Amtmann Maurer ebenfalls tatkräftig ein. Das im Jahre 1925 fertiggestellte Gebäude in grünen Anröchter Dolomit-Steinen war damals und ist auch heute noch eine echte Zierde der Gemeinde. In dem Gebäude konnten außer den neuen Räumen für die Sparkasse auch die Geschäftsräume für die Amts- und Gemeindekassen des Amtes Erwitte, sowie vier Mietwohnungen und zwei schöne Sitzungszimmer untergebracht werden.
Eine besondere Baumaßnahme, wofür sich Maurer gleich bei der Amtsübernahme schon eingesetzt hatte, war die Zuschüttung bzw. Kanalisierung der damals noch offenen Bachläufe in Erwitte. Bei entsprechender Wasserführung waren diese Bachläufe mit ihren vielen kleinen Brücken und Stegen sicherlich ein romantisches Bild; andererseits erschwerten sie besonders den Bauern mit ihren Fuhrwerken das Überqueren der Bäche. Auf einer Länge von 1400 Metern wurden diese Bachläufe zum Teil in Eisenbetonkanäle gefasst und gleichzeitig auch ein 1300 Meter langes neues Wegenetz innerhalb des alten Ortskerns geschaffen. Die Kosten dieser Baumaßnahme betrugen 110000 Mark, wozu Staat und Provinz Zuschüsse von 43 000 Mark und günstige Darlehen von 55 000 Mark gewährten.
Von großer Bedeutung waren für die damaligen Gemeinden Erwitte und Westernkotten, die beide sehr unter der Arbeitslosigkeit zu leiden hatten, einige besondere Wegebaumaßnahmen in den Jahren 1926 und 1927. Neben anderen kleineren Wegebaumaßnahmen wurden in diesen Jahren insbesondere der Weg von Erwitte über Westernkotten nach Bökenförde chausseemäßig ausgebaut. Dieser 4500 Meter lange Weg wurde nach Fertigstellung dem Kreis Lippstadt übereignet. Die Gesamtkosten von 112 600,75 Mark wurden durch die beiden Gemeinden aufgebracht und zwar 23 571,15 Mark von Erwitte und 89 029,60 Mark von Westernkotten, wozu beide aber noch entsprechende Zuschüsse seitens der Provinz und aus der Erwerbslosenfürsorge erhalten hatten. Bis zum Jahre 1929 wurden noch weitere kleinere Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit durchgeführt.


In diese Zeit fällt auch die Errichtung eines neuen vierklassigen Schulgebäudes in Benninghausen mit Badeanlage. Das erforderliche Grundstück konnte. vom Provinzialverband erworben werden, Die Kosten von 56 804,80 Mark wurden auch zum größten Teil durch Staats- und Provinzialhilfen zusammengebracht. In die gleiche Zeit fielen auch die Schulbauten in Eikeloh und Herringhausen. Beide Projekte wurden ebenfalls mit erheblichen staatlichen Mitteln fertiggestellt.


Ein besonderes Anliegen für die Aufwärtsentwicklung der Gemeinde Erwitte war das zielbewusste Streben des Bürgermeisters, angesichts der darniederliegenden Tabak- und Zigarrenindustrie für die beschäftigungslos gewordenen Einwohner neue Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten zu schaffen. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg hatten von der Gemeinde veranlasste Analysen gezeigt, dass das Erwitter Kalksteinvorkommen zur Herstellung von Zement geeignet sei. So bemühte er sich unermüdlich – auch gegen die Machenschaften eines mächtigen Syndikats, das Neugründungen von Zementwerken verhindern wollte – um die Heranziehung einer leistungsfähigen Zementindustrie.
Unter tatkräftiger Unterstützung durch die Gemeinde konnten so in den Jahren 1926 bis 1930 fünf Neugründungen von Zementwerken in Erwitte erfolgen.
Dem Kalkwerk Felsenfest, das im Jahre 1926 durch die Kaufleute Güldenhaupt und Zassenhaus als erstes gegründet worden war, folgte im Jahre 1927 das Portlandzementwerk Gebr. Seibel (Gründer Franz und Karl Seibel). Im Jahre 1928 erfolgte die Gründung des Werkes Nordstern durch die Gebr. Spenner in Büren und im Jahre 1929 das Werk Wittekind durch den Fabrikanten Hugo Miebach in Dortmund. Als letztes wurde im Jahre 1930 das Kalkwerk Evers & Co. fertiggestellt. Gleichzeitig wurde auch ein Anschluss der WLE in das neue Industriegebiet verlegt.
Eine wichtige Maßnahme für die Gemeinde war die Übernahme der einzelnen Ortsnetze zur Stromversorgung durch die VEW, die ebenfalls 1927 erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Die Erlöse aus den Verkäufen in den einzelnen Orten wurden örtlich wiederum für verschiedene notwendige Maßnahmen angelegt.
Bei all diesen Aktionen war Amtmann Maurer federführend tätig. In Erwitte wurden die Erlöse aus dieser Transaktion speziell für den Erwerb von Industriegrundstücken angelegt, die dann die Ansiedlung der Zementwerke selbst ermöglichte.
Im Jahre 1930 wurde ein Objekt geschaffen, das auch heute, nach 66 Jahren, trotz einiger Verbesserungen im Grundprinzip erhalten ist, das Freibad, das sog. Schlossbad. Der Freiherr von Landsberg hatte hierzu das erforderliche Grundstück der Gemeinde geschenkt. Mit einem Kostenaufwand von 52 360,50 Mark wurde dann die Gesamtanlage mit einem Schwimmbecken von 20 x 50 m, 6 Startblöcken, drei Sprungbrettern, einer Wasserrutsche und einem Planschbecken, dazu die notwendigen Umkleideräume erstellt. Die Anlage konnte am 3. August am 1930 mit einem großen Schwimmfest eingeweiht werden. Sie war damals die erste öffentliche Freibadeanstalt nicht nur im Kreise Lippstadt, sondern weit darüber hinaus. Im gleichen Jahr konnte durch Erwerb und Umwandlung der ehemaligen Hochstrateschen Zigarrenfabrik an der Lippstädter Straße ein Kindergarten wie auch ein Jugendheim geschaffen werden.
Im Jahre 1928 teilte Amtmann Maurer der Gemeindevertretung mit, dass die Gemeinde Erwitte im Jahre 1936 auf ein 1100jähriges Bestehen zurückblicken könne. Der Königshof Erwitte (Arvita) sei ohne Zweifel viel älter, doch könne nur ein 1100jähriges Bestehen nachgewiesen werden. Der erste Nachweis sei aus den Corveyer Traditionen zu entnehmen, außerdem würden in den Staatsarchiven agdeburg und Münster Urkunden aufbewahrt, die die Sachsenkönige Heinrich I. und II., sowie Otto II. in Erwitte eigenhändig
unterschrieben hätten. Es wurde daher beschlossen, im Jahre 1936 das 1100jährige Bestehen der Gemeinde festlich zu begehen. Aus Anlass dieses Ereignisses wurde auch beschlossen, ein entsprechendes Heimatbuch herauszugeben in dem die lange Geschichte der Gemeinde gebührend dargestellt werden sollte.


In den Jahren 1931/33 wurden die Verhandlungen betreffend den Anschloss Erwitte, Westernkotten und Völlinghausen an das Lörmecke-Wasserleitungsprojekt mit zustimmenden Beschlüssen der drei Gemeinden beendet. Damit konnte ein Projekt abgeschlossen werden, das die Verantwortlichen schon über einen langen Zeitraum beschäftigt hatte.
Eine andere vorausschauende Maßnahme war die Vermehrung des Grundbesitzes der Gemeinde Erwitte. Als der jahrhundertealte Besitz der Grafen von Landsberg im Jahre 1932 veräußerst wurde, konnte Amtmann Maurer davon weit über 300 Morgen erwerben. Der Grundbesitz der Gemeinde vergrößerte sich dadurch von 266 im Jahre 1920 auf 756 Morgen im Jahre 1933. Die neuerworbenen Areale wurden mit besonderen Grenzsteinen eingefasst, die z. T. auch heute noch erhalten sind. Zur gleichen Zeit wurde der Großteil dieser Länder an Erwitter Bauern zu einem günstigen Pachtpreis verpachtet, gleichzeitig auch für eine längere Pachtdauer. Entsprechende Steuereinnahmen aus der neuen Industrie hatte dieses alles möglich gemacht. Aus diesem „Landvorrat‘“ konnte später die Stadt Erwitte laufend Land an die Zementwerke als Abbaugebiet verkaufen, was wiederum zahlreiche Großinvestitionen in der Nachkriegszeit, insbesondere Schulneubauten u. a. ermöglichte.
Daneben sorgte die Gemeindeverwaltung aber auch weiterhin für Arbeit für immer noch Beschäftigungslose. Im Jahre 1932 wurde der Freiwillige Arbeitsdienst in Erwitte eingeführt. In dem vom Grafen von Landsberg gemieteten Renteigebäude wurde ein Lager für zunächst 25, später 50 Arbeitswillige aufgeschlagen. Als erste Bodenverbesserungsarbeit wurde das 7 Morgen große, in der Nähe des Schlosses gelegene, frühere Landsberg‘ sche Weidegrundstück reguliert und teilweise bis zu 80 cm tiefer gelegt. Der bewegte Boden wurde z. T. auch noch für die Verfüllung des dort noch offenen Küttelbaches verwandt.
Als im Jahre 1934 die Deutsche Arbeitsfront vom Grafen Landsberg das Schloss mitsamt dem Schlossgelände erwarb, konnte die Gemeinde die zehn Morgen große Schloßwiese für sich erwerben (Diese Wiese konnte die Stadt Erwitte im Jahre 1958 zum Stadtpark umgestalten.) Durch die Anlage einer sogenannten Reichsschulungsburg auf dem Schloßgelände erhielten damals viele Gewerbetreibende, Handwerker und Kaufleute Auftrieb und neue Arbeitsplätze. Auch innerhalb des Ortsbildes von Erwitte gab es in diesen Jahren zahlreiche Verbesserungen, von denen vor allem die Pflasterung der Straßen in der Börde für die Anlieger große Vorteile brachte.
Das Jahr 1935 brachte auch noch die Schaffung einer neuen Sportstätte in Form einer Turnhalle als westlicher Anbau an die Schützenhalle. An der Ostseite entstand gleichzeitig ein Wirtschaftstrakt mit Küche und Speisesaal und darüber befindlicher Hausmeisterwohnung. Die somit erweiterte Schützenhalle, die nunmehr rund 3000 Personen Platz bot, erhielt gleichzeitig den Namen Hellweghalle.
Das Jahr 1936 stand in Erwitte ganz im Zeichen der 1100-Jahr-Feier. Rechtzeitig waren hierzu seitens der Gemeindeverwaltung unter Amtmann Maurer die notwendigen Weichen gestellt worden. In einer besonderen Festwoche vom 27. Juni bis 7. Juli wurde dieses
Ereignis festlich begangen. Ein besonderes Festspiel „König Otto der I.“ auf der Festwiese der Reichsschulungsburg wurde aufgeführt und anschließend ein großer bunter Festzug durch Erwitte zur Hellweghalle durchgeführt.
Zum Abschluss der Festwoche feierte der Männer-Schützenverein sein 200jähriges Bestehen, Der gesamte Ort hatte sich zu diesem Ereignis in ein festliches Kleid gehüllt. – Als besonderes Zeichen der Anerkennung der 1100jährigen Geschichte Erwittes wurde der Ort zur Stadt erhoben. Mit Urkunde vom Mitsommertage 1936 verlieh der Oberpräsident von Westfalen Freiherr von Lüninck, Erwitte das Stadtrecht und überreichte die Urkunde dem Bürgermeister Maurer auf der Treppe des von Landsbergischen Schlosses. Rechtzeitig zum Fest erschien auch das große bebilderte Heimatgeschichtswerk, das auf 636 Seiten mit zahlreichen Bildern die Geschichte Erwittes, von Fachleuten dargestellt, auch heute noch zu den bedeutendsten heimatgeschichtlichen Werken in Westfalen zählt. – Dieses einmalige Werk konnte der Bevölkerung für den geringen Preis von nur zwölf Mark zugänglich gemacht werden.

Im Jahre 1937 konnte die „junge Stadt“ auf der Köllsche ein 38 Morgen großes Grundstück für Kleinsiedlungszwecke zur Verfügung stellen, wo in der Folgezeit die ersten Siedlungshäuser bezogen werden konnten.
Durch Entschließung des Regierungspräsidenten wurden mit Wirkung vom 1. April 1938 die Gemeinden des Amtes Anröchte die nördlich des Hellwegs lagen, nämlich Berenbrock, Böckum, Ebbinghausen, Horn, Merklinghausen-Wiggeringhausen, Norddorf, Schallern und Schmerlecke in das Amt Erwitte umgegliedert. Die Gesamteinwohnerzahl des Amtes stieg dadurch von bisher 7751 auf 10 326. Die Fläche stieg von 7144 auf 10 357 Hektar.
Auf Anregung von Amtmann Maurer konnten im Jahre 1938 auf dem Gelände des Königshofes erste umfangreiche Grabungen durchgeführt werden, die die bisherigen Vermutungen bestätigten, dass es in Erwitte eine karolingische Anlage aus der Zeit Karls des Großen gegeben habe. – Der Leiter der Ausgrabungen, Professor Stieren, Münster, schrieb in den Fachpublikationen darüber und berichtete in verschiedenen Vorträgen; dass die Grabungen den bislang fehlenden Beweis erbracht hätten, dass es in Erwitte eine befestigte Curtis aus der Zeit Karls des Großen gegeben habe und damit erst die ältesten Überlieferungen untermauert seien, die Grabungen hätten frühere Vermutungen berichtigt und den Grund für alle fernen Arbeiten gelegt. – Das Königshofgelände mit dem darauf stehenden alten Fachwerkgebäude hatte Maurer erst im Jahre 1938 vom damaligen Geheimen Justizrat Adolf Kreilman käuflich erwerben können. Das Gebäude wurde in der Folgezeit im Innern umgebaut und neugestaltet und somit für die Amts- und Stadtverwaltung hergerichtet. Auch im Jahre 1940 wurden innerhalb des Geländes nochmals Grabungen durchgeführt mit dem Zweck, die gesamten Örtlichkeiten noch genauer zu erkunden, — Durch den totalen Kriegseinsatz und die Zwangsbewirtschaftung aller Mittel konnten diese Forschungen nicht zu Ende geführt werden, wie auch eine vorgesehene Veröffentlichung nicht mehr möglich war.


Weiterhin lag Bürgermeister Maurer die Begrünung von Erwitte sehr am Herzen, kam er doch aus einer waldreichen Gegend. — So veranlasste er die Anpflanzung von Bäumen im gesamten Stadtgebiet, wie die Pyramidenpappeln hinter der Hellweghalle und an der Badeanstalt. Auch die Linden am Sportplatz vor der Hellweghalle wurden auf seine Initiative gepflanzt. In seinen letzten Amtsjahren nach dem 2. Weltkrieg forcierte er die Anlage des heutigen Stadtparks zwischen Schloss und Freibad.