mittendrin

Bei der Generalversammlung im Dezember 1996 kündigte die frisch gewählte neue 1. Vorsitzende, Mechthild Plümpe, eine weitere Gruppe für all jene Frauen an, „ die zu alt für die Disco, aber noch zu jung für den Lehnstuhl” seien. Schon lange hatten Frauen im Alter zwischen 55 und 65 Jahren darum gebeten, auch für sie eine eigene Gruppe zu eröffnen. Da sich mit Marita Müller, Helga Olland und Helga Wieners endlich Frauen bereit erklärten, die Gruppenleitung zu übernehmen, konnte die Gruppe am 13. Januar 1997 ihre Arbeit aufnehmen. Bei einem Becher Glühwein konnte das Leitungsteam dann 67 Frauen begrüßen. In der Zwischenzeit ist die Gruppe „mittendrin” zu einer festen Einrichtung im Gemeindeleben geworden. „Da gehen wir hin! Da fühlen wir uns wohl!”, sagen die Mitglieder von „ihrer” Gruppe.  Ein abwechslungsreiches Programm konnte das Leitungsteam den Frauen bisher bieten; ob Betriebsbesichtigungen bei der Feuerwehr, Polizei, den Falke-Werken oder dem Naturlandhof Hoppe; Kochen bei der VEW oder einem heiteren Gedächtnistraining, stets wurden die einzelnen Treffs gut besucht. Im Durchschnitt nehmen etwa 30 Frauen an den Veranstaltungen teil. In den Sommermonaten werden Radtouren gemacht, mal findet dann eine kleine Maiandacht statt oder aber es gibt im Anschluß eine zünftige Grillparty. Aber auch die Besichtigung der Onkologie im katholischen Krankenhaus in Lippstadt oder ein Vortrag über die Hospizbewegung interessierte die Mitglieder. Im Herbst 1998 übernahmen die Frauen die Gestaltung einer Gemeinschaftsmesse und im Sommer 2000 hielten sie an der Josefslinde eine „Sommerandacht”, bei der jede Teilnehmerin eine Rose bekam. Die alljährlichen Karnevalsveranstaltungen der kfd werden von der Gruppe gemeinsam besucht und auch zwei Aufführungen im Lippstädter Stadttheater wurden von den Frauen mit Interesse angesehen. Zur Weihnachtsfeier der Gruppe im Jahr 2000 bekam jede Frau einen selbstgebastelten filigranen Engel aus kleinen Nudeln. Weitere Engel wurden noch verkauft und der Erlös von 220,-DM wurde für das Witwen- und Waisenprojekt der kfd in Ruanda gespendet. Auch für die Zukunft gehen dem engagierten Leitungsteam die Ideen noch lange nicht aus, so ist u.a. eine Auffrischung des Erste-Hilfe-Kursus geplant.

Zu einem wichtigen Bestandteil der Gemeindearbeit ist die Gruppe „mittendrin” geworden. Nach wie vor hat diese Gruppe einen großen Zulauf und spricht viele Frauen in der Altersgruppe ab ca. 60 Jahren an.

Besichtigungen, Informationen und Geselligkeit, aber auch Theaterbesuche, wie den jährlichen Besuch bei der Laienspielschar in Thüle sind wichtige Bestandteile der Gruppe.

Zum 10jährigen Bestehen der Gruppe, im Dezember 2006,  fuhren 48 Gruppenmitglieder für ein Wochenende nach Rothenburg ob der Tauber und genossen den Adventszauber der mittelalterlichen Stadt.